IPv6 im Unterricht

Lernsituationen zum Themenfeld IPv6 sind Mangelware. An den Berufsschulen werden bisher fast ausschließlich allgemeine theoretische Grundlagen vermittelt, so zumindest die Rückmeldungen zu meinem Beitrag Stationenlernen: Informationsphase zu IPv6 und eignen Recherchen.

Mit Begeisterung habe ich den IPv6-Workshop [Zweite Auflage]: Eine praktische Einführung in das Internet-Protokoll der Zukunft von Dan Lüdtke gelesen. Hier wird ein praxisnahes Szenario beschrieben, aus dem sich eine oder mehrere Lernsituationen entwickeln lassen, in denen neben der Theorie auch die Praxis nicht zu kurz kommt.
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Tablet-PCs im Unterrichtseinsatz

Eine neue Studie zum Thema Neue Medien im Unterricht aus Wiesbaden evaluiert den Einsatz von Tablet-PCs an vier Schulen:

Link: Aufenanger (2014) „Bericht zur wissenschaftlichen Begleitforschung des Projekts „Tablet-PCs im Unterrichtseinsatz“ in vier Wiesbadener Schulen im Auftrag des Schulamts der Stadt Wiesbaden“

Die Meta-Studie „Digitale Lernwerkzeuge“ untersucht die Ergebnisse älterer Studien im Hinblick auf der praktischen Umsetzung und der Auswirkungen auf das Lern- und Sozialverhalten der SchülerInnen:

Link: Groebel (2012) „Digitale Lernwerkzeuge“

Ordnung durch Prüfung und Prüfungswesen – ein (kurzer) historischer Rückblick

In der Ausgabe der Zeitschrift BWP (3/14) zum Thema „Prüfungen im dualen System“ ist ein Beitrag von Friedhelm Schütte, Tanja Mansfeld und mir mit dem Titel „Ordnung durch Prüfung und Prüfungswesen – ein (kurzer) historischer Rückblick“ erschienen. Die BWP wird vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB) herausgegeben.

Abstract:

Das institutionalisierte Prüfungswesen verbindet Bildungs- und Beschäftigungssystem. Mit Prüfungen werden Berechtigungen erteilt, die einerseits Institutionen, andererseits Zugänge zu Teilarbeitsmärkten sichern. Im Beitrag wird ein historischer Blick auf die Genese und Entwicklung des modernen Prüfungswesens geworfen. Dabei werden in systematisierender Absicht die Besonderheiten von Prüfungen und Prüfungswesen hinsichtlich Recht und Ordnungspolitik, Institution und Prüfungsformaten angesprochen. Der Schwerpunkt liegt dabei – im Sinne des BBiG – auf dem betrieblichen Prüfungsteil.

zum Heft: BWP 3/14

Download des Beitrages hier.

Server-Systeme im virtuellen Klassenzimmer

Im aktuellen Heft 113 (1/14) der Zeitschrift „lernen & lehren“ wurde mein Beitrag „Server-Systeme im virtuellen Klassenzimmer als Lernsituation“ publiziert.

Abstract:

In der Lernsituation „Server-Systeme zur Mitarbeiterschulung einrichten“ installieren und konfigurieren die Lernenden im Rahmen eines komplexen Kundenauftrages ein eigenes Server-System. Um eine authentischere Handlungssituation und damit berufliche Handlungskompetenz zu ermöglichen, richten die Lernenden diese nicht wie üblich in der Schule, sondern als „Hausaufgabe“ individuell bei sich zu Hause ein. Als zweite Besonderheit der Lernsituation bilden die öffentlich-zugänglichen Server-Systeme ein „virtuelles Klassenzimmer“ für weitere Unterrichtsinhalte und für die Lehrer-Schüler-Kommunikation. Insbesondere für schulische Ausbildungen ergibt sich durch den hohen berufspraktischen Bezug und die Nutzung der Server-Systeme als Lernmedium eine hohe Motivation bei den Lernenden.

Der Beitrag fasst den Inhalt meiner 2. Staatsexamensarbeit zusammen und berichtet über erste Erfahrungen. Die Examensarbeit ist hier einzusehen.

Der Beitrag in der „lernen & lehren“ selber ist leider nicht online verfügbar.

Simulationssoftware in der beruflichen Bildung

Dieser Text untersucht, ob Simulationssoftware in der beruflichen Erstausbildung gewinnbringend eingesetzt werden kann, ob sich mit Hilfe von Simulationssoftware handlungsorientierte Elemente in den Unterricht integrieren lassen, und wie eine didaktische Fundierung den Nutzen von Simulationssoftware bestimmt.

Der Einsatz von Simulationssoftware als Medium in der beruflichen Erstausbildung bietet den Lehrenden die Möglichkeit, komplexe Zusammenhänge darzustellen. Sofern die Simulationssoftware die genannten Inhalte nicht rein passiv – beispielsweise als Animation – wiedergibt, bietet sie dem Lernenden die Möglichkeit, die theoretischen Zusammenhänge anschaulich und praxisnah nachzuvollziehen.
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(Neue) Medien in der beruflichen Ausbildung

Bereits 1987 wurde die Rolle des Computers als Unterrichtsmedium in der informationstechnischen Bildung betont (BLK, 1987:11). Die Kultusministerkonferenz definierte 1997 die „Neuen Medien“ in Bildungsprozessen als „Gegenstand von Lehren und Lernen“ sowie als „Hilfsmittel für den Unterricht“ (KMK, 1997:1). Insbesondere in der neueren Diskussion über „E-Learning“ und den Einsatz der „Neuen Medien“ wurde eine Steigerung der Effektivität und der Effizienz des fachbezogenen Lernens prognostiziert (Tiemeyer, 2005:7). Von Hentig (2002:11) bezeichnet die elektronischen Medien als „ein Lieblingsthema der Erziehungswissenschaft“.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung förderte im Programm „Neue Medien in der Bildung“ die Integration digitaler Materialien in den Unterricht und die Schaffung eines ausreichenden Angebots an Lehr- und Lernsoftware für alle Fächer. Dabei sollten keine multimedialen Lerneinheiten geschaffen werden, „die eine Lehrveranstaltung reproduzieren, (es) sollen Angebote entstehen, die Lehrende und Lernende flexibel auf ihre Bedürfnisse anpassen und auch fächerübergreifend einsetzen können“ (BMBF, 2000). Als Kriterium für die Akzeptanz selbst erstellter oder professioneller Softwareentwicklungen wird neben der inhaltlichen Überlegenheit ihre didaktische Handhabbarkeit angesehen.
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Medien in den didaktischen Modellen

Didaktik als die Wissenschaft vom Lehren und Lernen beschäftigt sich allgemein mit der Erforschung von Lehr- und Lern-Prozessen, mit deren Rahmenbedingungen, deren Durchführung und Förderung und den Ergebnissen dieser Prozesse. Sie hinterfragt, wer, was, wann, mit wem, wo, wie, warum und womit lernen soll. Die Frage nach dem „Womit?“ beinhaltet die Frage nach den (Unterrichts-)Medien und ihrem Einsatz im Lehr-Lern-Prozess. Ziel ist es, mit Hilfe eben dieser Medien bestimmte Lernziele zu erreichen bzw. den Lernerfolg zu verbessern.

Die Mediendidaktik umfasst alle pädagogischen Fragen im Bereich der Medien. Sie beschäftigt sich mit der Funktion und Bedeutung von Medien in Lehr- und Lernprozessen und stellt die gleichen Fragen, wie die allgemeine Didaktik. Sie umfasst den Bereich der Didaktik, der sich mit der Frage auseinandersetzt, wie Medien zur Erreichung von Bildungszielen gestaltet und eingesetzt werden können und sollen. „Es soll geklärt werden, wie man durch die Benutzung von technischen Medien Lehr- und Lernprozesse im Unterricht verbessern kann und wie diese Mittel methodisch einsetzbar sind“ (www.wiki.bildungsserver.de).
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Stationenlernen: Informationsphase zu IPv6

Dieser Unterrichtsentwurf ist 2011 im Rahmen meines Referendariats am OSZ Informations- und Medi­zintechnik in Berlin entstanden. Der Unterricht ist mit „sehr gut“ bewertet worden.

Download als PDF: Unterrichtsentwurf – Stationenlernen zu IPv6

Inhalt:

  1. Planungsgrundlagen
  2. Lerngruppe
  3. Didaktische Entscheidungen
  4. Arbeitsblätter und Literatur

Planungsgrundlagen

Im Rahmenplan der schulischen Ausbildung zum Informationstechnischen Assistenten (ITA) wer­den im 2. Ausbildungsjahr im Fach „Informationstechnische Systeme (ITS)“ das „Lernfeld 7: Ver­netzte IT-Systeme“ und das „Lernfeld 9: Öffentliche Netze, Dienste“ angeboten. Aufgrund des ho­hen Stundenanteils beider Lernfelder wird das Fach ITS jedoch in zwei Unterrichtsbereiche ge­trennt Das für diese Arbeitsaufgabe relevante Lernfeld 7 wird als Fach ITS-I (I=Informations­technik) unterrichtet. Der zweite Unterrichtsbereich heißt ITS-T (T=Telekommunikationstechnik). Stationenlernen: Informationsphase zu IPv6 weiterlesen

Von der Fortbildungsschule zum Virtual Classroom

In der Ausgabe der Zeitschrift BWP (3/13) zum Thema „Geschichte der Berufsbildung“ ist ein Beitrag von Friedhelm Schütte, Tanja Mansfeld und mir mit dem Titel „Von der Fortbildungsschule zum Virtual Classroom“ erschienen. Die BWP wird vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB) herausgegeben.

Abstract:

Die bildungspolitische Entscheidung am Ende des 19. Jahrhunderts, sogenannte Fortbildungsschulen als Ergänzung zur vornehmlich handwerklichen Meisterlehre zu etablieren, lieferte dem dualen Ausbildungskonzept mit seinen zwei Lernorten die Grundlage. Im 20. Jahrhundert prägten vor allem die Verrechtlichung von betrieblicher und schulischer Ausbildung sowie technologische Innovationen die institutionelle Dynamik der Lernorte. Im Mittelpunkt des Beitrags steht die Systemebene organisierter Berufsbildung und deren Institutionen (Lernorte), der Wandel berufspädagogischer Konzepte als Antwort auf die Lernortproblematik sowie Veränderungen im Hinblick auf die Entwicklung virtueller Lernwelten.

zum Heft: BWP 3/13

Download des Beitrages hier.

Allensbach-Studie „Digitale Medien im Unterricht“

In der Studie „Digitale Medien im Unterricht“ wurden über 500 Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen und über 600 Schüler (Sek 1 und Sek 2) im Februar und März 2013 zu den Themen Medi­en, deren Nutzung und Nutzen interviewt.

Ausstattung der Schulen
Über 80% der Schulen verfügen über spezielle Computerräume, mehr als zwei Drittel bieten den Schülern Computer-Kurse oder entsprechende AGs an. An jeder dritten Schule gibt es zudem PC-Arbeitsplätze in den Klassenzimmern bzw. an 40% der Schulen frei zugängliche PC-Arbeitsplätze (Bibliotheken, Mediatheken, etc.). An einem Drittel der Schulen existiert ein Schulnetzwerk (Intra­net) und wird mit interaktiven Whiteboards gearbeitet. Laptops oder Tablet-PCs werden an 22% der Schulen im Unterricht eingesetzt, digitale Lernplattformen an 19% der Schulen.
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